workcamp

GreenHouse

Gestalte die Zukunft des Bauens!

Was ist das Workcamp Green­House?

Das workcamp GreenHouse ist ein Schulungsprojekt für junge Menschen ab Jahrgangsstufe 8, das von den Bildungszentren des Baugewerbes e.V. gemeinsam mit ihren Projektpartnern Bau-ABC Rostrup und dem Berufsförderungswerk der Württembergischen Bauwirtschaft entwickelt wurde. Es bietet:

  • eine interaktive Vermittlung ökologischer und moderner Aspekte der Bauwirtschaft
  • praxisnahes Lernen und Ausprobieren in verschiedenen Bereichen des Bauens
  • die Integration digitaler Medien im Lehrangebot
  • einen Überblick über die Vielfalt und Zukunft der Bauberufe
GreenHouse

Im workcamp lässt sich das Bauhandwerk im frischen Wind mit Blick auf eine nachhaltige und moderne Zukunft erleben. Die Teilnehmer*innen werden zu 80% selbst aktiv und setzen sich durch Experimentieren und Ausprobieren mit den Themen der Nachhaltigkeit auseinander. Das workcamp GreenHouse besteht aus einer Kombination von Modulen (Lehreinheiten), die sich mit verschiedenen Bereichen des Hausbaus befassen. Ein workcamp sollte mindestens 3 Tage / 3 Module umfassen. Länge und Kombination der Einheiten werden in individueller Absprache mit interessierten Institutionen abgestimmt.

Die Module des Workcamps:

Einführung

Im Einführungsmodul wird mit Hilfe einer Präsentation diskutiert, was eigentlich mit Begriffen wie:

  • „Ökologie“
  • „Nachhaltigkeit“
  • „Klima- und Ressourcenschonung“ und „Energieeffizienz“

gemeint ist, und was das Ganze mit dem Bauhandwerk zu tun hat.

Das Modul findet immer zu Beginn des workcamps statt und bietet das entsprechende Handwerkszeug für die anderen Module.

Die Energieeffizienz sollte beim Hausbau eine Rolle spielen
Virtuelles Modell vom GreenHouse

Gründung

Die Gründung ist die Basis eines Bauwerks. Standfestigkeit und Stabilität sind die Schlagwörter mit denen sich die Gruppe theoretisch und praktisch auseinandersetzt. Dann geht es ran: Selbst aktiv werden beim Bau des Fundaments für das GreenHouse.

Im Visier:

  • Warum ist die Standfestigkeit eines Hauses so wichtig?
  • Welche Faktoren beeinflussen die Stabilität?
  • Wie beeinflusst ein Haus den Boden, auf dem es steht?
  • Welche Arten von Gründung gibt es?
  • Was ist eine Schalung?
  • Was muss beachtet werden, um Verletzungen bei der Arbeit zu vermeiden?
Für Stabilität können solche Metallgestelle sorgen. Sie kommen in einen Graben und werden mit Beton aufgegossen.
Fleißig wird die Mischung aus Wasser, Kies und Zement geschaufelt, aus der der Beton gemischt wird.
Ein Speicher, in den Regenwasser einsickern kann, wird gebaut. Er braucht eine stabile Begrenzung – eine Gründung aus Metall und Beton.
Eine andere Art der Gründung: Vereinzelte, in den Boden gegossenen „Säulen“

Außenwände || Fassade

Vor Wind und Wetter schützen das Haus und seine Bewohner die Außenwände und Fassade. Welche Materialien helfen dabei, machen es gemütlich und schonen die Umwelt? – Nach der Auswahl von Werkstoffen und Rüstzeug, wird gebaut. Am Ende ist das GreenHouse sicher vor Sonne, Wind, Regen und Sturm oder?

Im Visier:

  • Schützt die Außenwand nur vor Wind und Wetter oder hat sie auch andere Aufgaben?
  • Wie baue, dämme und verkleide ich eine Außenwand?
  • Warum besteht die Wand aus unterschiedlichen Schichten?
  • Kann ich eine Wand aus Holz ohne Holzschutzmittel bauen?
  • Welche Gefahren sollten berücksichtigt werden?
Die Schichten der Außenwand dienen unter anderem der Isolierung, der Dämmung und dem guten Aussehen.
Das richtige Material wird ausgewählt und zugeschnitten.
Das dämmende Innenleben der Wand wird mit einer Holzverkleidung versehen.
Am Modell werden die Schritte beim Bau der Aussenwand geübt. – Gar nicht so einfach!
Im Modul werden die Eigenschaften verschiedener Baumaterialien studiert.

Dachkon­struktion

Die Außenwände allein reichen nicht aus, um das GreenHouse vor Wind und Wetter zu schützen. Es benötigt noch eine Dachkonstruktion.
Holz messen, Sägen, und Hämmern sind gefragt – und schon steht der selbstgebaute Dachstuhl und es darf Richtfest gefeiert werden. Damit ist die Dachkonstruktion aber noch nicht vollständig. Die weiteren Baustoffe werden bestimmt und dabei wird immer auch an die Umwelt gedacht.

Im Visier:

  • Was sind Sparren?
  • Welche Dämmstoffe sind ökologisch sinnvoll?
  • Wie kommt der Balken auf das Dach?
  • Wie sorge ich für eine umweltschonende Belüftung unter dem Dach?
  • Was ist im Hinblick auf den Arbeitsschutz und die Arbeitssicherheit zu beachten?
Das Dachdecken wird am Modell geübt.
Für die Dachkonstruktion wird viel gesägt.
Ein Dach mit “Innenfutter“.

Innenwand

Zum Abtrennen eines Raumes oder einer Wohnung wird eine Innenwand benötigt. Wirklich nur dazu, oder hat sie auch noch andere Aufgaben? Zur Beantwortung dieser Frage wird hier eine Wand gemauert und auch verputzt. Aber es gibt auch noch andere Bauweisen, die es zu Erkunden gilt.

Im Visier:

  • Wie kann eine Innenwand errichtet werden?
  • Welche Aufgaben übernimmt eine Innenwand?
  • Welche Materialen können zum Einsatz kommen?
  • Wie wird eine Wand gemauert, so dass sie auch stabil ist.
  • Wie bekomme ich die Oberfläche beim verputzen schön glatt?
Auch hier wird am Modell geübt.
Eine schöne, gleichmäßige Wand und ihr Erbauer.
Das Verputzen der Innenwand klappt schon ganz gut.

Böden || Decken

Das GreenHouse soll begehbar, ein wenig wohnlich und leicht zu reinigen sein. Dazu braucht es Böden, die es zu konstruieren und bauen gilt. Die möglichen Materialien hierfür werden experimentell erprobt und ausgewählt. Dann geht es an die Herstellung von Estrich und das Verlegen von Bodenbelägen.

Im Visier:

  • Welche unterschiedlichen Bodenbeläge gibt es?
  • Was versteckt sich unter der Fliese oder dem Laminat?
  • Warum höre ich (keine) Schritte aus der oberen Wohnung?
  • Welches Handwerkszeug wird benötigt?
  • Wie wird Estrich hergestellt?
  • Wie schütze ich den Rücken und die Knie?
Geschichteter Aufbau eines Bodens
Beim Verlegen von Bodenfliesen kommt es auf genaues Arbeiten an.

Entwässerung

Der Himmel ist grau und es „schüttet aus Eimern“. Regenwasser am, um und auf dem GreenHouse! Dach und Außenwände schützen zwar das Haus – aber wie kommt man rein oder raus ohne nasse Füße zu bekommen; und wie kann das Regenwasser noch genutzt werden? Der Weg des Wassers ist das Thema im Modul Entwässerung. Er wird unter anderem beim eigenständigen Bau von Entwässerungsflächen oder einer Sickergrube – einer Rigole – ergründet.

Im Visier:

  • Wohin fließt Regenwasser?
  • Was passiert mit unserem Schmutzwasser?
  • Was ist Schwarzwasser?
  • Warum begrünen wir Hausdächer?
  • Was ist eine Rigole?
  • Wie kann ein Pflasterbelag zur Entwässerung beitragen?
  • Wie schütze ich mich vor Arbeitsunfällen?
Die Skizze zeigt eine Neigung in Gebäude und Grundstück. Die dient der Entwässerung.
Beim Verlegen von  Leitungen kommt oft großes Gerät zum Einsatz.
Kiesgrube, Filterschacht (in Schwarz) und Leitungen haben verschiedene Aufgaben bei der Entwässerung.

Verkehrswege

Während des Baus und natürlich auch danach, muss das GreenHouse erreicht werden können. Gern auch trockenen und sauberen Fußes. Wie, das ist Thema des Moduls Verkehrswege. Dabei werden Außenanlagen rund um das GreenHouse geplant und auch baulich umgesetzt – immer mit Blick auf Ökologie und Nutzen. Es müssen Pflastersteine gelegt werden oder was eben noch möglich und nötig ist, um das GreenHouse zu erreichen.

Im Visier:

  • Was ist überhaupt ein Verkehrsweg?
  • Was ist im Hinblick auf Begehbarkeit zu berücksichtigen?
  • Wie lege ich einen Pflasterbelag?
  • Das Wasser sucht sich seinen Weg, auch über den Verkehrsweg?
  • Wie kann ein Unfällen bei der Arbeit verhindert werden?
: Im diesem Modul wird unter anderem gepflastert.
: Ein Weg mit Schrägen ermöglicht den Wasserablauf.
Der Untergrund spielt beim Pflastern eine wichtige Rolle – er muss beweglich sein.

Luft || Wärme || Licht

Ohne Luft, Wärme und Licht kann der Mensch nicht überleben, aber zu viel Wärme ist auch nicht gut. An diesem Tag werden verschiedene Versuchsstationen durchlaufen, an denen die Gruppe die Grundlagen der Bauphysik experimentell erforschen kann.

Im Visier:

  • Wo liegt der Unterschied zwischen einfach und dreifach verglasten Fenstern?
  • Soll die Sonne vor oder hinter dem Fenster abgeschirmt werden?
  • Wie Lüfte ich ökologisch richtig?
  • Welche Lichtquellen sind ressourcenschonend?
  • Was ist Photovoltaik?
  • Wie funktioniert eine Wärmebildkamera?
Versuchsapparat zum Test der Dämmeigenschaften verschiedener Materialien.
Im Versuch wird getestet, wieviel Wärme verschiedene Dämmstoffe bei Bestrahlung mit einer Wärmelampe „schlucken“.
Bild einer Wärmebildkamera: Temperaturunterschiede und Wärmequellen im Raum sind deutlich erkennbar.

Termine:

workcamp GreenHouse: 08.11.2017 bis 10.11.2017 BZB Wesel
workcamp GreenHouse: 20.11.2017 bis 22.11.2017 Bau-ABC Rostrup
workcamp GreenHouse: 12.02.2018 bis 16.02.2018 ABZ Geradstetten
workcamp GreenHouse: 16.04.2018 bis 20.04.2018 ABZ Geradstetten
workcamp GreenHouse: 02.07.2018 bis 06.07.2018 ABZ Geradstetten

Ansprechpartner:

Für die Organisation eines Workcamps für Gruppen bzw. die Teilnahme an einem Workcamp für Einzelpersonen, wenden Sie sich bitte an die Ansprechpartner der Projektbeteiligten.
Bei inhaltlichen Fragen zum Projekt workcamp GreenHouse und beruflichen Perspektiven im Bau sprechen Sie gerne die Projektleitung an.

Bildungszentren des Baugewerbes e.V.

Sara Frenzen
Projektmitarbeiterin
Bökendonk 15-17
407809 Krefeld
Tel.: +49 (0) 2151 5155-16
Fax: +49 (0) 2151 5155-90
Mobil: +49 (0) 152 56816825
sara.frenzen@bzb.de
www.bzb.de


Martina Schneller
Projektleitung
Bökendonk 15-17
407809 Krefeld
Tel.: +49 (0) 2151 5155-23
Fax: +49 (0) 2151 5155-90
Mobil: +49 (0) 172 1727025
martina.schneller@bzb.de
www.bzb.de

Bau-ABC Rostrup

Markus Pape
Projektmitarbeiter
Virchowstraße 5,
26160 Bad Zwischenahn
Tel.: +49 (0) 4403 9795-25
Fax: +49 (0) 4403 9795-825
Mobil: +49 (0) 162 2485095
pape1@bau-abc-rostrup.de
www.bau-abc-rostrup.de


Bauwirtschaft Baden-Württ.,
ABZ Geradstetten

Martin Kleemann
Projektmitarbeiter
Oberer Wasen 4,
73630 Remshalden
Tel.: +49 (0) 7151 9742-31
Fax: .: +49 (0) 7151 9742-42
kleemann@bauwirtschaft-bw.de
www.bauwirtschaft-bw.de

Projektbeteiligte:

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